Ein mächtiger Gott

Wann hast du dich das letzte mal so richtig schlecht gefühlt? Haben dich deine Mitschüler/ Arbeitskollegen genervt, hast du eine Klausur in den Sand gesetzt oder bringen deine Geschwister/ Freunde mal wieder die Wut in dir zum Brodeln? Vielleicht sind es auch Umstände in deinem Leben, die dir den Kopf zerbrechen und du weißt einfach nicht wieso es so geschieht.

Ich möchte dir heute eine Botschaft mitgeben:

Daniel 2,2-3:  2 Da ließ der König die Zeichendeuter und Wahrsager, die Beschwörer und Chaldäer zusammenrufen; sie sollten ihm Aufschluss geben über seinen Traum. Sie kamen und traten vor den König. 3 Der König sagte zu ihnen: Ich habe einen Traum geträumt und mein Geist war voller Unruhe, um den Traum zu verstehen.

Der König Nebukadnezar hatte also einen Traum (2,27-35), den er selber nicht versteht, und möchte diesen gerne deuten lassen. Wie wichtig ihm dies allerdings ist, lässt sich wenig später ersehen:

Daniel 2,5: 5 Der König antwortete den Chaldäern: Das ist mein unwiderruflicher Entschluss: Wenn ihr mir nicht den Traum und seine Deutung sagen könnt, dann werdet ihr in Stücke gerissen und eure Häuser werden in Schutthaufen verwandelt.

Er ist bereit, die Deuter zu eliminieren, sollten diese ihm nicht um seinetwillen weiterhelfen können. Da der Traum von Gott kam, konnte ihm keiner der Weisen weiterhelfen und das Urteil, alle Weisen in ganz Babel umzubringen ging aus (2,12). Auch Daniel aka Beltschazar und seine Kameraden (Hananja -> Schadrach; Mischael -> Meschach; Asarja -> Abed-Nego), die sich in der „Ausbildung“ zu Dienern des Königs befanden, sollten getötet werden. Daniel aber schlug dem obersten Richter des Königs vor, ihn vor den König zu bringen, um seinem Traum einen Sinn zu geben. So geschah es und Daniel konnte den ganzen Traum mit allen Einzelheiten deuten, da Gott ihm alles offenbart hatte (2,37-45). Die Botschaft hinter dem Traum sieht man in Vers 44:

Daniel 2,44 :  Zur Zeit jener Könige wird aber der Gott des Himmels ein Reich errichten, das in Ewigkeit nicht untergeht; dieses Reich wird er keinem anderen Volk überlassen. Es wird alle jene Reiche zermalmen und endgültig vernichten; es selbst aber wird in alle Ewigkeit bestehen.

Daraufhin wird der König demütig und bekennt Gott als den HERRN aller Herren. Als Dank setzt er Daniel zum Fürsten und seine drei Kollegen wurden zu Verwaltern der Provinz (2,46-49). Nur wenig später erkennt man allerdings wie wenig Reue Nebukadnezar für diese Ereignisse empfindet:

Er lässt ein goldenes Standbild errichten, welches beim Ertönen der Saitenspiel-Instrumente, zudem Trompeten usw. von allen angebetet und verehrt werden soll. So taten es Alle (3,1-9).

Heutzutage ist es jetzt nicht unbedingt ein goldenes Standbild, welches angebetet werden soll. Auch ist es keine königliche Macht, die uns unterdrückt. Allerdings gibt es ganz andere Herausforderungen für unseren Glauben. Wenn wir an Versuchung denken, dann wird uns sehr schnell bewusst, dass auch wir keinesfalls unangetastet davon sind. Der Teufel versucht uns auf den falschen Pfad zu führen. Das probiert er auf ganz unterschiedliche Weise. Das können z.B. Mitschüler/ Arbeitskollegen sein, welche in den Pausen über dich und deinen Glauben lästern. Vielleicht hast du auch einen geliebten Menschen verloren, bist selber krank geworden oder hast eine Verletzung, welche dich in deinem Alltag behindert und dein Leben einschränkt. Das kann dich dazu verleiten, Gott zu beschuldigen und enttäuscht zu sein. Möglicherweise bist du auch einer, der den Gruppenzwang der Welt stark zu spüren bekommt, ganz nach dem Motto: „Das machen doch Alle, wieso darf ich das nicht?!“, damit du bloß nicht als Außenseiter rüberkommst. All das kann Taktik des Teufels sein, um uns von Gott wegzureißen und auf den falschen Pfad zu führen. Und ich denke jeder von uns ist schon einmal in eine solche Falle getappt.

Auf den Hinweis einiger Chaldäer erfährt der König nun, dass sich Schadrach, Meschach und Abed-Nego dem Gesetz widersetzen. Er lässt sie zu sich rufen und gibt ihnen noch eine Chance auf das Ertönen des Signals in seinen Augen angemessen zu reagieren, sonst sollen sie in den Feuerofen geworfen werden (3,13-15). Zudem verspottet er Gott in Vers 15:

Daniel 3,15: […] Wer ist der Gott, der euch retten könnte aus meiner Hand?

Bemerkenswert die Reaktion der drei Diener Gottes:

Daniel 3,16-18: 16 Schadrach, Meschach und Abed-Nego erwiderten dem König Nebukadnezar: Wir haben es nicht nötig, dir darauf zu antworten: 17 Siehe, unser Gott, dem wir dienen, er kann uns retten. Aus dem glühenden Feuerofen und aus deiner Hand, König, wird er uns retten. 18 Und wenn nicht, so sei dir, König, kundgetan, dass wir deinen Göttern nicht dienen und das goldene Standbild, das du errichtet hast, nicht verehren.

Der Zorn des Königs trieb ihn dazu, den Ofen siebenmal heißer zu machen und er ließ sie in den Ofen werfen (3,19-21). Die unglaubliche Hitze des Ofens zeigt sich, als die Männer die drei Kameraden in den Ofen werfen, schon vor dem Betreten des Ofens vom Feuer erfasst und getötet werden (3,22). Daraufhin reagiert der König verwirrt:

Daniel 3,25: 25 Er antwortete und sprach: Ich sehe aber vier Männer frei im Feuer umhergehen, und sie sind unversehrt; und der vierte sieht aus, als wäre er ein Sohn der Götter.

Das Feuer kann den drei Männern also nichts anhaben, denn Gott ist bei ihnen. Der vierte Mann lässt darauf schließen, dass Gott einen Engel geschickt hat, um die Männer zu bewahren.

Interessant ist hier, dass keine große Tat oder Stärke von Meschach, Schadrach und Abed-Nego gefordert werden. Allein das Vertrauen auf Gott und zu sagen: „Mein Gott wird mich retten.“ hat bei den dreien ausgereicht und sie wurden errettet. Genauso ist es auch heute. Wir müssen keine Überflieger sein oder gar Superhelden damit wir den Versuchungen und Prüfungen des Teufels standhalten. Wir alleine sind schwach und machtlos dagegen. Lediglich der Glaube und das Vertrauen auf Gott zählen.

Nebukadnezar ließ die Männer aus dem Ofen kommen, lobt Gott daraufhin und lässt sein Gesetz umschreiben:

Daniel 3,27-29: 27 Und die Fürsten, Würdenträger, Statthalter und Räte des Königs kamen zusammen und sahen, dass das Feuer den Leibern dieser Männer nichts hatte anhaben können und ihr Haupthaar nicht versengt und ihre Mäntel nicht versehrt waren; ja, man konnte keinen Brand an ihnen riechen. 28 Da fing Nebukadnezar an und sprach: Gelobt sei der Gott Schadrachs, Meschachs und Abed-Negos, der seinen Engel gesandt und seine Knechte errettet hat, die ihm vertraut und des Königs Gebot nicht gehalten haben, sondern ihren Leib preisgaben; denn sie wollten keinen andern Gott verehren und anbeten als allein ihren Gott! 29 So sei nun dies mein Gebot: Wer unter allen Völkern, Nationen und Sprachen den Gott Schadrachs, Meschachs und Abed-Negos lästert, der soll in Stücke gehauen und sein Haus zu einem Schutthaufen gemacht werden. Denn es gibt keinen andern Gott als den, der so erretten kann.

Ich finde es Wahnsinn, wie Gott hier in den drei Männern wirkt und dass nicht einmal ein König ihnen etwas anhaben kann. Sie haben Gott vertraut und wurden dafür belohnt. Außerdem wird selbst der vorher so hartherzige König Nebukadnezar durch dieses Zeugnis bekehrt. Ist euch in Vers 27 aufgefallen, wie konkret und genau Gott hier handelt?
Daniel 3,27: Und die Fürsten, Herren, Vorsteher und Räte des Königs kamen zusammen und sahen, dass das Feuer keine Gewalt über die Körper dieser Männer bewiesen hatte und ihr Kopfhaar nicht versengt und ihre Mäntel nicht versehrt waren; ja man konnte keinen Brandgeruch an ihnen riechen.

Krass oder? Allein wenn man Lagerfeuer macht, stinkt man danach aus allen Rohren, nicht wahr? Der Herr hat die Männer nicht einfach nur vor den Flammen gerettet und das wars…. Nein, er hat auf jedes kleine Detail geachtet und alles zum Guten gewendet, sodass der König sogar sein Gesetz umschreiben lässt und ihm Lobpreis bringt.

Oft hinterfragt man die Situationen, in denen man steckt und fragt Gott nach dem Sinn dahinter. Schnell macht man ihm auch Vorwürfe, da man sich nicht vorstellen kann, dass das mal zu etwas Gutem resultiert. Außerdem fühlt man sich oft schon bei viel kleineren Angelegenheiten und Versuchungen, als den von Daniel und seinen Komplizen, hilflos. Wenn du das nächste mal vor einer Herausforderung oder Versuchung stehst, dann denk an Daniels Geschichte und sein Gottvertrauen und wie Gott Einfluss genommen hat und jedes Detail im Nachhinein gepasst hat.

Also in was für einer Situation du auch immer gerade steckst und wie aussichtslos es  auch scheint: Denk daran, Gott ist immer mit dir und wenn du ihm vertraust, wird er dich dafür belohnen!

Mein Lieblingsvers

Römer 8,32: Der auch seinen eigenen Sohn nicht verschont hat, sondern hat ihn für uns alle dahingegeben – wie sollte er uns mit ihm nicht alles schenken?

Das ganze Evangelium in einer Frage.

Und was ist dein Lieblingsvers?

Was ist meine Mission?

• Matthäus 28.18-20
Und Jesus trat herzu, redete mit ihnen und sprach: Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden. 19 Darum gehet hin und lehret alle Völker: Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes 20 und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.
• Markus 16,15-16
Danach sagte Jesus zu seinen Jüngern: »Geht in die ganze Welt und verkündet der ganzen Schöpfung das Evangelium!
16 Wer glaubt und sich taufen lässt, wird gerettet werden. Wer aber nicht glaubt, wird
verurteilt werden.
• Apostelgeschichte 1,8
Aber wenn der Heilige Geist auf euch herabkommt, werdet ihr mit seiner Kraft ausgerüstet werden, und das wird euch dazu befähigen, meine Zeugen zu sein – in Jerusalem, in ganz Judäa und Samarien und ́überall sonst auf der Welt, selbst` in den entferntesten Gegenden der Erde.

Was ziehen wir aus den Bibelstellen?
Welche Mission hat uns Jesus gegeben? Ihn zu bezeugen? Das Evangelium zu predigen? Zu lehren? Zu taufen?

All das ist Teil unserer Mission. Aber eigentlich können wir unsere Mission in zwei Worten zusammenfassen. Jünger machen.
Wie bevölkern wir den Himmel? Indem wir zu Jüngern machen.

Macht zu Jüngern!
Den Auftrag den Jesus uns gegeben hat, ist so klar und eindeutig, dass ich mich frage, wie es überhaupt sein kann, dass wir Ihn so kompliziert machen und ihn am Ende nicht erfüllen.
Warum fragen wir uns immer was ist „Jüngerschaft?“ Wie können wir jemanden zu einem Jünger machen? Dabei ist es so einfach. Was hat Jesus getan, als er auf der Erde war?
Er hat Jünger gemacht 😀
Er zog die unterschiedlichsten Männer und Frauen an. Bat sie, ihr eigenes Leben, ihren
Besitz und ihre Träume aufzugeben und Ihm zu folgen.

Bist du bereit für den ultimativen Auftrag?
Dein Leben Jesus ganz hinzugeben und aus seiner Kraft, die in DIR LEBT, Menschen für Ihn zu gewinnen?
Dann sag Jesus, ich möchte mich von dir gebrauchen lassen, als dein Jünger in dieser Welt.
Ich wünsche Gottes Segen beim Nachdenken und vorallem seine Kraft, für seinen Auftrag!
Be blessed.

Neid

Zu aller erst möchte ich auf die ersten beiden Definitionen von Neid aufmerksam machen, die erscheinen wenn ich diesen Begriff bei Google suche.

1.
Neid bezeichnet den Wunsch der neidenden Person, selbst über mindestens als gleichwertig empfundene Güter (materieller oder nichtmaterieller Art) wie die beneidete Person zu verfügen.

2.
Empfindung, Haltung, bei der jemand einem anderen einen Erfolg oder einen Besitz nicht gönnt oder Gleiches besitzen möchte.

In diesen beiden Definitionen erkennt man sofort, wie sehr sich Neid und Gottes Vorstellung für unseren Charakter voneinander unterscheiden.
Neid ist ein absolut egoistisches Verhalten, welches unser Inneres und die Beziehung zu anderen Menschen verheerend verwüsten kann.

Galater 5:14

Denn das ganze Gesetz wird in einem Wort erfüllt, in dem: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst«.

Wir sind dazu aufgefordert den Egoismus hinter uns zu lassen und können das ganze Gesetz erfüllen, indem wir unseren Nächsten lieben wie uns selbst. Aber ist Neid ein liebevoller Akt?
Geschwister, Neid hat unseren Herrn Jesus Christus ans Kreuz gebracht und Er ertrug unglaubliche Qualen, weil andere Menschen sich von ihm in den Schatten gestellt fühlten und es nicht ertragen konnten das da jemand war, dem die Menschen plötzlich zu viel Anerkennung und Respekt zollten.
Neid ist eine unglaublich gefährliche Angelegenheit, die zu Hass und Verachtung führt. Jedoch sollten wir als lebendige Christen alles gegen diese Sünde tun und alles eher dafür, unseren Nächsten zu lieben wie uns selbst, damit wir das Gesetz erfüllen. Nicht umsonst wird darüber schon in den 10 Geboten geschrieben:

2 Mose 20:17

Du sollst nicht begehren das Haus deines Nächsten! Du sollst nicht begehren die Frau deines Nächsten, noch seinen Knecht, noch seine Magd, noch sein Rind, noch seinen Esel, noch irgendetwas, das dein Nächster hat!

Die Frage ist, wie entkommen wir dem Neid?
Hier einmal 1 Timotheus 4:4-5

Denn alles, was Gott geschaffen hat, ist gut, und nichts ist verwerflich, wenn es mit Danksagung empfangen wird; denn es wird geheiligt durch Gottes Wort und Gebet.

Gibt es jemanden der ein viel cooleres Auto hat als du? Jemand der die Klamotten trägt die du gerne haben würdest und immer mit super frischem Style rumläuft? Jemand der mehr Geld hat als du? Coolere Musikinstrumente oder eine schönere Wohnung? Wie in dem oben genannten Vers, ist alles gut was Gott geschaffen hat, aber du musst es mit Danksagung empfangen. Es wird geheiligt durch Gottes Wort und Gebet.

Wenn du für eine Sache sehr dankbar bist und dich darüber freust, dann wird es viel schwieriger, genau bei dieser Sache in Neid zu verfallen. Ein Beispiel: Ich bin sehr dankbar für mein Auto und sehr zufrieden damit und es freut mich sehr das ich es habe.

Mein Kumpel hat einen Tesla P90D mit einer Beschleunigung von 2,7 Sekunden auf 100 und vielem Krimskrams drinne. Sein Bedienfeld im Auto ist so groß wie ein halber Fernseher und er hat einen Autopiloten und sogar eine Einstellung im Auto, das der Beifahrersitz ein Pupsgeräusch macht wenn er oder sie sich reinsetzt. Ziemlich lustig. Jedoch habe ich noch nie einen funken Neid verspürt, weil ich dafür zu dankbar für mein eigenes Auto bin und noch dazu hab ich ihn echt gern. Also lasst uns gegen diese verwüstende Sünde mit LIEBE, DANKBARKEIT und GEBET ankämpfen, so will es Gott und er wird uns helfen.

Amen

Die Ruhe vor dem Sturm

Lukas 8, 22-25

Und es geschah an einem der Tage, dass er und seine Jünger in ein Schiff stiegen; und er sprach zu ihnen: Lasst uns ans andere Ufer des Sees fahren! Und sie fuhren ab. Auf der Fahrt aber schlief er ein. Da fiel ein Sturmwind auf den See, und [das Schiff] füllte sich, und sie waren in Gefahr. Da traten sie hinzu, weckten ihn auf und sprachen: Meister, Meister, wir kommen um! Er aber stand auf und befahl dem Wind und den Wasserwogen; und sie legten sich, und es wurde still. Da sprach er zu ihnen: Wo ist euer Glaube? Sie aber fürchteten und verwunderten sich und sprachen zueinander: Wer ist denn dieser, dass er auch den Winden und dem Wasser befiehlt und sie ihm gehorsam sind?

Es ist eine bekannte und häufig verwendete Textstelle, die aber in den kurzen Versen, die sie beinhaltet, eine wahnsinnige Aussagekraft hat und auf unsere heutigen Lebensumstände passt. Im übertragenen Sinne befinden wir uns heute auch in einem Sturm. Wir als deutsches Land sind eine Wirtschaftsmacht, wir stehen für Wohlstand, Reichtum, Luxus, Sorglosigkeit, Sicherheit und vieles mehr. Und plötzlich sind diese Attribute durch den Virus nichtig geworden. Die Menschen verlieren ihre Jobs, haben Angst rauszugehen, hamstern trotz der gewaltigen Menge an Konsumgütern, und teilweise streiten sie um die letzte Packung Mehl, obwohl 20 davon im Einkaufswagen liegen.

Beim Einkaufen merke ich ganz besonders wie nervös die Menschen sind. Beim Vorbeigehen ziehen sie sich einen Schal über den Mund, wenn jemand hustet oder niest, wird dieser von allen im Umkreis angestarrt und die Einkaufswagen werden einmal beim Vorbeigehen von oben bis unten durchgecheckt. Irgendwie steckt dieses Verhalten an, die Nervosität ist mittlerweile überall zu spüren. Beim längeren Überlegen ist mir aufgefallen, dass die Menschen, die nicht mit dem Herrn gehen, das Gefühl der Kontrolllosigkeit nicht kennen. Sie wissen nicht wie es ist sich einfach fallen zu lassen in die schützenden Arme des wunderbaren Herrn, der für uns sorgt Tag für Tag. Sie wissen nicht wie es ist zu vertrauen, dass er alles in seiner Hand hält und deshalb versuchen sie sich auf jede Situation, die eintreffen könnte vorzubereiten.

Und hier merke ich die Freiheit die wir Christen durch unsern Herrn Jesus Christus erhalten haben. All diese Sorgen brauchen wir nicht haben und in dieser schweren Zeit dürfen wir trotzdem so weiter machen wie bisher und auf den Herrn vertrauen.
Jesus hat eine Volksmenge von ungefähr 5000 Mann mit nur 5 Broten und 2 Fischen gesättigt.

Lukas 9:13‭-‬17

Er aber sprach zu ihnen: Gebt ihr ihnen zu essen! Sie sprachen: Wir haben nicht mehr als fünf Brote und zwei Fische; oder sollen wir hingehen und für diese ganze Menge Speise kaufen? Denn es waren etwa 5 000 Männer. Er sprach aber zu seinen Jüngern: Lasst sie sich gruppenweise setzen, je fünfzig und fünfzig! Und sie machten es so und ließen alle sich setzen. Und er nahm die fünf Brote und die zwei Fische, blickte zum Himmel auf und segnete sie; und er brach sie und gab sie den Jüngern, damit diese sie der Menge austeilten. Und sie aßen und wurden alle satt; und es wurde aufgehoben, was ihnen von den Brocken übrig blieb, zwölf Körbe voll.

Wir können also heute den Unterschied machen, indem wir ohne Angst und in Liebe handeln, helfen wo Hilfe benötigt wird, rücksichtsvoll einkaufen und die Regeln einhalten die uns der Staat vorsetzt.

Philliper 4,6

Sorgt euch um nichts, sondern in allem lasst durch Gebet und Flehen mit Danksagung eure Anliegen vor Gott kundwerden.

Damit wir uns einen Namen machen.

Als sie nun nach Osten zogen, fanden sie eine Ebene im Lande Schinar und wohnten daselbst. Und sie sprachen untereinander: „Wohlauf, lasst uns Ziegel streichen und brennen!“ – und nahmen Ziegel als Stein und Erdharz als Mörtel und sprachen: „Wohlauf, lasst uns eine Stadt und einen Turm bauen, dessen Spitze bis an den Himmelreiche, damit wir uns einen Namen machen; denn wir werden sonst zerstreut in alle Länder.“ – 1. Mose 11, 2-4

Wir erfahren zwei Gründe für den Bau des Turms. In V. 3 sagen die Leute von Schinar: „Lasst uns Ziegel streichen und brennen… als Stein…“. Jemand hatte eine Methode entwickelt, Ziegel herzustellen, die früheren Baumaterialien überlegen waren; jetzt war es möglich, viel höhere Gebäude zu errichten. Die Menschen wollten diese neue Erfindung nutzen, um eine große Stadt zu bauen. Seit Babel benutzen die erfinderischsten Köpfe die Stadt als Ort für ihre Experimente und die Verwirklichung ihrer Träume. So weit, so gut. Doch es gibt noch einen zweiten, tieferen Grund für das Projekt: „damit wir uns einen Namen machen; denn wir werden sonst zerstreut in alle Länder“ (V.4).
Wofür arbeiteten die Erbauer des Turms zu Babel? Wofür arbeiten die meisten ehrgeizigen Menschen noch heute? V.4 sagt es uns – und das Motiv hat sich von Babel bis heute nicht verändert. Die Menschen wollten mehr Macht, Rum und Autonomie. Doch ihre prahlerischen Worte enthüllen ihre tiefe innere Unsicherheit. Sie wollen ihre Stadt bauen, „damit wir uns einen Namen machen“ – aber wer sich einen Namen machen muss, hat keinen, und das heißt, er weiß nicht, wer er ist. Sich einen Namenmachen- das bedeutet in der Sprache der Bibel, sich eine Identität konstruieren.
Entweder wir bekommen unseren Namen (also unser innerstes Wesen, unser Selbstwertgefühl, Wert und Einzigartigkeit) durch das, was Gott für uns und in uns getan hat, oder wir machen uns einen Namen durch das, was wir selbst für uns tun können. Derek Kidner schreibt in seinem Genesis-Kommentar: „Die Elemente dieser Geschichte sind zeitlos typisch für den Geist der Welt. Das Projekt ist grandios; die Menschen reden voller Begeisterung darüber, als sei es die ultimative Leistung… Gleichzeitig verraten sie ihre Unsicherheit, wenn sie sich zusammentun, um ihre Identität zu bewahren und ihres Glückes Schmied zu werden.“

Weißt du wer du bist und woher deine Fähigkeiten kommen?

Turmbau zu Babel: Kein Turmbau, sondern Gemeinde | Zeltmacher

Eins ist nötig!

Ein Gedicht:

Jesum zu kennen und Jesum zu haben,

dies ist das herrlichste Los in der Welt.

Suche des Erdballs volltrefflichste Gaben,

finde, was Augen und Ohren gefällt,

dennoch kann eins nur die Seele dir laben:

Jesum zu kennen und Jesum zu haben.

So heißt es bei uns an einem Morgen, wenn meine Mutter ein Kärtchen aus der „Sprüchebox“ herausnimmt und vorliest.

Jesus ist bei Marta und Maria zu Gast und Maria sitzt zu Jesu Füßen um ihm zuzuhören, Marta aber war sehr beschäftigt sie zu bedienen. Als Marta dann zu Jesus kam um sich bei ihm wegen ihrer „faulen“ Schwester zu beschweren. Sagte Jesus zu ihr: Marta! Marta Du bist besorgt und beunruhigt um viele Dinge; eins aber ist nötig. Maria aber hat das gute Teil erwählt, das nicht von ihr genommen werden wird.

(Lukas 10 38 bis 42)

Wie oft sieht es bei uns genauso aus? Wie oft bist du besorgt oder beunruhigt? Weil du denkst es muss alles nach Plan laufen, wie du es dir vorgestellt hast? Gerade in dieser Zeit wo man nicht weiß, wie lange man noch zur Arbeit gehen kann oder wie es jetzt weiter mit der Schule, Freunden oder anderen Dingen geht, ist es doch oft beunruhigender wie je zu vor, oder etwa nicht?

Jesus sagt hier zu Marta: „eins aber ist nötig; Maria hat das gute Teil erwählt, das nicht von ihr genommen werden wird.“ Saß Maria nicht einfach nur da und hat Jesus zugehört? Sie hat doch nichts Besonderes gemacht, hat ihm nicht gezeigt wie schön sie kochen kann oder wie gut sie singen kann oder sonst etwas dergleichen. Wieso kann dieses einfache Sitzen und Zuhören, in Jesus Nähe sein, ihr nicht weggenommen werden?

Nun die Antwort ist klar, weil es JESUS ist, zu dessen Füßen Maria sitzt und zuhört. Sie hat Gemeinschaft mit ihm gehabt. Wir Menschen wurden nicht geschaffen um sich selbst zu verwirklichen oder alleine zu sein. Sondern wir sind geschaffen als Gottes Ebenbild, um mit ihm Gemeinschaft zu haben und mit Christus eins zu werde.

„damit sie alle eins seien, wie du, Vater, in mir und ich in dir, dass auch sie in uns eins seinen, damit die Welt glaube, dass du mich gesandt hast.“ Johannes 17,21

Maria hat also Gemeinschaft mit Jesus unserem Herrn und ist erfüllt davon. Weil dies das ist, für was wir geschaffen worden sind.

Und hätte Marta dies auch gemacht würden dann nicht auch Ihre Sorgen und Bedenken wegfallen? Matthäus 6,33: „Trachtet aber zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit! Und dies alles wird euch hinzugefügt werden.“ Dieses trachten nach dem Reich Gottes heißt, dass wir Gottes Nähe suchen, finden und in dieser Nähe bleiben wollen.

Im Gedicht heißt es so schön: Suche was die Welt dir alles Schönes geben kann, finde was dir gefällt, was dich fröhlich macht. Aber nur eins kann deine Seele sättigen: „eines aber ist nötig“:

Jesum zu kennen und Jesum zu haben.

ALLES finden

Den folgenden Vers hat GOTT mir in meiner Stillen Zeit aufs Herz gelegt.

Und ich hoffe er kann auch dir helfen.

>>Wiederum gleicht das Reich der Himmel einem Kaufmann, der schöne Perlen suchte. Als er eine kostbare Perle fand, ging er hin, verkaufte alles, was er hatte, und kaufte sie.<<  MATTHÄUS 13,45-46

An dieser Stelle beschreibt JESUS den Vorgang dieser Suche mit einem Gleichnis.

Hier einmal die Erklärung dazu:

Schritt 1: Der Kaufmann sein > „einem Kaufmann, der schöne Perlen suchte“

 -> JESUS fängt damit an uns als Kaufmänner/frauen zu beschreiben, die schöne Perlen suchen. Das heißt für dich als GOTTES Kind und als Christ die wirklich wertvollen Dinge im Leben(schöne Perlen(damit ist nicht nur deine große Liebe gemeint)) zu suchen. Im Verlaufe deines Lebens stellst du dir viele Fragen und es ergeben sich oftmals viele Wege für dich, allerdings ist der Fokus wichtig. Was ich damit meine ist, dass es auch für unser Glaubensleben oft unwesentliche Fragen gibt, mit denen wir uns nicht zu lange aufhalten müssen. Nach einem Vortrag über das Ende des Lukas Evangeliums (Lukas 24,42) fragte mich mal jemand, ob es auch gebratenen Fisch und Honig im Himmel geben wird, wenn wir JESUS wieder sehen. Das ist z.B. ziemlich nebensächlich, wenn wir verstehen welche Bedeutung es hat JESUS wieder zu sehen.

Schritt 2: Die kostbare Perle finden > „Als er eine kostbare Perle fand“

-> JESUS ist die Antwort, falls ihr es noch nicht wusstet. Die kostbare Perle ist folgende Botschaft: „JESUS ist gekommen, um für dich zu sterben, damit du bis in die Ewigkeit Gemeinschaft mit Gott haben kannst.“

Schritt 3: Sich in die Gegenwart begeben > „ging er hin“

-> GOTT soll der Mittelpunkt sein. Es kann sein, dass du nicht in dieser Gegenwart lebst. In dem Vers heißt es auch „ging er hin“, das hingehen bedeutet Bewegung in diese Richtung. Wenn das Ziel > „kostbare Perle“ klar ist, kann man sich auch auf den Weg dorthin begeben.  Das kann in einer Gruppe(Gemeinde/Jugend/Hauskreis…), oder auch alleine(Gebet, Fasten, Bibel …) passieren. Ich will dich in diesem Moment dazu motivieren, dich in diese Gegenwart zu begeben. Es ergibt sehr viel Sinn, wenn man die kostbare Perle gefunden hat, sich auch auf den Weg dahin zu machen.

Schritt 4: Alles verkaufen und Alles bekommen > „verkaufte alles, was er hatte, und kaufte sie“

-> JESUS forderte einmal einen reichen Jüngling dazu auf alles zu verkaufen und IHM nachzufolgen.(MATTHÄUS 19,16-26) Mittlerweile wissen wir, dass er JESUS nicht nachfolgte, weil er seinen scheinbaren Reichtum nicht aufgeben wollte. Das bedeutete für ihn, gleichzeitig aber auch, dass er alles in der Ewigkeit verlieren würde. Der Kaufmann allerdings hat den Gewinn seines Lebens in der Ewigkeit dadurch gewonnen, dass er alles aufgab, um die kostbarste Perle und somit das ewige Leben zu kaufen.

Kenn ich schon! Oder?!

Kennt ihr das?
Ihr lest in eurer Bibel von einer Story, die ihr vermutlich jedes Jahr mindestens einmal lest und denkt euch „Schon tausend Mal gehört, da kann mich nichts mehr überraschen!“
Also lest ihr schnell drüber hinweg, um es hinter euch zu bringen. Diese Angewohnheit und diese Einstellung zum WORT GOTTES ist doch irgendwie arrogant, oder?

Lasst mich euch von ein Paar neuen Erkenntnissen berichten, die mir eine Predigt über einen sehr gut bekannten Text in der letzten Woche bereitet hat:

Matthäus 1 [Schlachter]:
1 Geschlechtsregister Jesu Christi, des Sohnes Davids, des Sohnes Abrahams.2 Abraham zeugte den Isaak; Isaak zeugte den Jakob; Jakob zeugte den Juda und seine Brüder; 3 Juda zeugte den Perez und den Serach mit der Tamar; Perez zeugte den Hezron; Hezron zeugte den Aram; 4 Aram zeugte den Amminadab; Amminadab zeugte den Nachschon; Nachschon zeugte den Salmon;
……….

Und so weiter und sofort. Der Anfang der Weihnachtsgeschichte, die mindestens einmal im Jahr auf den Tisch kommt. Und dann auch noch ein Geschlechtsregister, eine langweilige Aufzählung von Namen. *Gähn*. Da sollte man doch schnell durchkommen, um zu den wirklich wichtigen Aussagen Jesu zu kommen, die er macht, wenn er älter ist, oder?
Haken wir mal nach!

In Vers 1 steht das Wort Geschlechtsregister.
Im Griechischen, wird hier das Wort Geneseôs / Genesis verwendet. Kommt dir bekannt vor? Richtig! So heißt doch das erste Buch Mose! Und auch in 1. Mose 5,1 lesen wir dieses Wort:

1.   säh             ßepär       tôledot          ‚âdâm               (hebräisch)
hautê     hê biblos         geneseôs        anthrôpôn:     (griechisch)
hic   est liber                 generationis    Adam              (latein)
Dies ist das Buch der   Zeugungen      Adams.           (deutsch)


Übersetzen kann man es mit „Zeugung“, „Geburt“, „Herkunft“.
Auf die ersten beiden kommen wir gleich noch einmal zu sprechen, aber gerade die Bedeutung „Herkunft“ hat eine zentrale Rolle im Evangelium des Matthäus. Er ist nämlich abgesehen von Lukas, der einzige, der uns von Jesu Kindheit erzählt. Ihm ist es wichtig, dass wir Jesus von Grund auf kennen, erfahren wo er herkommt, was ihn geprägt und geformt hat, um ihn besser zu verstehen und eine noch viel innigere Beziehung zu ihm haben zu können.
Das kennst du vielleicht aus Beziehungen in deinem Leben. Wie viel tiefer kann eine Freundschaft werden, wenn wir einander innig kennen, wissen was der andere in seinem Leben durchgemacht hat und was ihn zu dem Menschen macht, der er heute ist. Verhaltensweisen und Reaktionen, können wir so viel besser einordnen und verstehen. Und genau das ist das Ziel von Matthäus in seinem Bericht „der Herkunft Jesu Christi“. Achte doch mal darauf, wenn du das nächste Mal Matthäus lest!

Weiter im Text:

Matthäus 1:
18 Die Geburt Jesu Christi aber geschah auf diese Weise: Als nämlich seine Mutter Maria mit Joseph verlobt war, noch ehe sie zusammengekommen waren, erwies es sich, daß sie vom Heiligen Geist schwanger geworden war. 19 Aber Joseph, ihr Mann, der gerecht war und sie doch nicht der öffentlichen Schande preisgeben wollte, gedachte sie heimlich zu entlassen.
20 Während er aber dies im Sinn hatte, siehe, da erschien ihm ein Engel des Herrn im Traum, der sprach: Joseph, Sohn Davids, scheue dich nicht, Maria, deine Frau, zu dir zu nehmen; denn was in ihr gezeugt ist, das ist vom Heiligen Geist.

Fällt dir eine weitere „Genesis-Story“ ein an der der Heilige Geist beteiligt war?
Richtig! Seite 1 deiner Bibel:

1 Im Anfang schuf Gott die Himmel und die Erde. 2 Die Erde aber war wüst und leer, und es lag Finsternis auf der Tiefe; und der Geist Gottes schwebte über den Wassern.

Hier passiert ein absolutes Wunder, das wir uns gar nicht bewusst machen, weil wir Glauben die Geschichte der Jungfrauengeburt schon völlig zu kennen.  Gottes Schöpfungskraft ist und bleibt über alle Zeit dieselbe. So wie er zu Beginn der Zeit Himmel und Erde durch den heiligen Geist geschaffen hat, so hat er auch die Menschwerdung seines Sohnes auf dieser Welt, durch den Heiligen Geist ermöglicht. Lasst uns nicht vergessen welch unvorstellbares Wunder hier geschehen ist, mit derselben Macht, mit der alles um uns herum erschaffen worden ist!

Konnte ich dir einen Vorgeschmack darauf machen, was eine „altbekannte Geschichte“ beinhalten kann, über das wir so häufig hinwegsehen? Dann will ich dich herausfordern weiter zu forschen, denn das Kapitel ist noch nicht zuende und doch steckt allein darin noch eine weitere wunderbare Wahrheit! Diese ist Verknüpft mit dem Namen Jesu, der sowohl über sein Schicksal, als auch über seine Identität, unglaublich viel aussagt:

21 Sie wird aber einen Sohn gebären, und du sollst ihm den Namen Jesus geben, denn er wird sein Volk erretten von ihren Sünden.

Jesus, Yehoshua, Immanuel. Namen Voller Wahrheit und Botschaft.
Gottes Segen und viel Freude beim Stöbern 😊

(Für etwas Hilfe kannst du dir auch gerne die Predigt geben, die ich dazu gehört habe:
https://www.youtube.com/watch?v=S1TLU9fG5mY&t=1522s
von Tim Mackie, BibleProject.)